Oz

In den Schuhen der Hexe des Westens:
hab sie mitgenommen am Wegrand,
wie sie unter dem Haus herausragten,
ich konnte nicht widerstehen.
Sie tanzen
und tanzen,
und tanzen
durch die Nacht.
Mir schwindelt von tausend Dingen,
von einem unscheinbaren Leuchten.
Ich sehe den weißen Glanz des Badewannenrandes,
rituelle Variationen im täglichen Taufbecken.
Ich wasche mein Haar in öligen Farben,
hingeschmiert in übersteigerten Gesten,
übermalt von einer Ecke in die andere,
-Keratin der materia prima-,
ein Federkleid wie aus dem Ei gepellt,
zum Schutz für dich nackte Frau,
ausgebrütet aus der Hitze des Feuers.
Ich suche ein Nest,
einen Ort, an dem ich mich verstecken kann,
unfähig zur Flucht vor dem bocksfüßigen Satyr.
Schütze mich vor dem, was ich will,
spiel die Sätze gegeneinander aus,
dringend und phallisch …
Absolute Windstille in den Leerstellen der Häuser,
ohne die Bewegung grüner Skulpturen.
Da draußen sind sie,
ruchlos verstreut durch die Straßen
und Schneisen der Wälder.
Bambis Mutter ist tot!
-Heul nicht,
Regenschirme sind auch Spazierstöcke mit Hut,
Schutzdächer deiner Gedanken!
Ein Hund hat mir in die Wade gebissen,
ich tropfe Salzwasser in die Wunde
und versuche mich an einen Traum zu erinnern …
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