Die du kennst

Habe von meinen damaligen Kunstlehrer geträumt. Ich lief durch die Stadt mit zwei anderen jungen Frauen, wollte mir etwas zu essen kaufen, als ich ihn an einer Hauswand lehnend erblickte. Er hielt ein Nickerchen, hatte irgendein Instrument dabei. Ich erkannte ihn gleich an seiner Brille. Gerade wollte ich der Dame hinter der Theke das Geld reichen, als er aufwachte, mich ansah und auch sofort erkannte. Er wollte von mir wissen, wo er denn hinmüsse, er habe doch gleich einen Termin. Ich wies ihm die Richtung, zeigte auf einen Hauseingang und fragte: Was? Bin ich denn immer noch Ihr Hermes, der Ihnen sagt, wo Sie hinmüssen?
Er gab zurück: Nein, du bist Persephone. Und verschwand. Ich war erstaunt.
(Anmerkung für mich: Im Grunde ist jeder, der dir im Traum begegnet, ein und dasselbe Wesen, das auf dich reagiert. Denn ich selbst bin es ja nicht. Auch ist das Geschehen, wie man es im Traum erlebt, ebenso unvorhersehbar, als könnte ich auch wach durch die Stadt laufen. Ganz anders als sich Figuren und Geschichten auszudenken, die ich generieren kann. Vielleicht ist es ebenso ein Bote, der nur die jeweilige äußere Gestalt der Menschen annimmt, die du kennst. Wieso eigentlich? Würde ich mich sonst erschrecken? Wahrscheinlich.
Bin Ihr Hermes. Ja, da wäre ich im Wachzustand nie drauf gekommen.)
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