Crash

Der Druck auf meine rechte Körperseite,
auf diese Extremitäten,
die Knochen,
die äußeren Flächen.
Das Hervortreten der Schulterblätter.
Die Unterbindung des Blutflusses der Beine.
Das Gras berührt,
die Wange den Boden.
Das Klaffen der oberen Lippe.
Die Beckenschaufel wieder und wieder in Erde bewegt.
Die starkschnellen Schläge. Links, unter meiner Brust.
Unter den Rippenbögen, die flache Atmung.
Die Weite von vorn,
von hinten Wärme.
Die Haut deiner Hand.
Das Blut schmeckt eisern.
„Maybe the next one. Maybe the next one.“

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8 Antworten zu Crash

  1. Beckmesser schreibt:

    Man würde doch einen Dativ erwarten:

    Der Druck auf meine rechte Körperseite,
    auf diese Extremitäten,
    die Knochen,
    die äußeren Flächen.

    Sonst wäre es eine Druckgrafik auf dem Leibe…

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  2. rotebastardin schreibt:

    Eher einen Akkusativ. Der Dativ ist falsch.

    Ich übernehme es ohne Streichungen.

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  3. rotebastardin schreibt:

    Zum Detail:

    Wahrscheinlich. Eher im Detail, Beckmesser, steckt er, weniger im Gesamten (wenn man denn an „ihn“ glaubt). Auch abhängig davon, ob ich mich nun auf Redensarten verlasse. Zur Denkungsart Fehler würde ich, das passt schon eher, den Mensch gesellen, der aussortiert, sobald etwas fehlerhaft ist, einer Erwartung nicht entspricht. Ein Detail. De:tail (Kronos mit Sichel? Nicht zwangsläufig Chronos / chronisch. Obwohl das auch passen würde.). Zerteilung ist immer schmerzhaft. Detailverliebtheit ist wieder etwas anderes. Ansonsten braucht man Flügel, um Vogelperspektive zu haben. Oder man sollte Astronaut werden.

    Das Gesamte. In diesem Wort steckt mehr: der Same, der Samt, das Ganze

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    Crash
    waldein

    Vom Asphalt / Weg (der große unüberschaubare geregelte Verkehr der einsamen Städter) in den Graben abkommen, ins Gras hinein (Berührung Detail), durch eine Crashsituation (willentlich / künstlich herbeigeführt), um in einen Zustand zurückzufinden, den man offenbar noch erinnert, der aber so einfach nicht mehr herbeigeführt werden kann. Schlimmer noch: Es passiert einem sonst nichts.

    Ist dir etwas passiert?
    -Nein. Leider nicht.

    Im schwärzesten Fall werden aus hervortretenden Schulterblättern Flügel.
    Im zu wünschenden: auch.

    Das Auto im Gras wie der Mensch. Bestandsaufnahme der wahrgenommenen Verletzungen bzw. der vorgefundenen eigenen Körpersituation. Ein Zoom. Vereinzelungen. Details. Substantivierungen. Wie man im Dunkel(n) einer Werk:stadt das Auto mit einem Handlicht nach potenziellen Schäden absuchen würde. Die Autoerotik ist hier wirklich das Automobil. Transform. Und mehr denn je abhängig vom Anderen. Die Haut deiner Hand (: wie ein Überzug und dennoch etwas Anderes, da Wärme, da: Etwas, das ich auch habe, daher wieder:erkenne, menschlich ist).
    KH und externe Fixierungen spare ich mir jetzt, wie auch im Gedicht. Ist ohnehin nur eine Wiederholung dessen, was an Regulierung und Struktur bereits gegeben ist. Ein andauernder Haltungszustand (Käfig / Vogel), aus dem versucht wird auszubrechen. Wenig Traffic. Auch das Auto umgibt den Menschen. Anders verhält es sich schon wieder mit einem Motorrad. Schon Kinder bestehen auf ihren Verband, selbst wenn der Körper unversehrt ist. Seelische Verletzungen sind nicht weniger akut. Im Grunde sind sie brutaler. Und vom Körper nicht zu trennen.

    So steckt der Teufel doch schon eher in einer Struktur, einem stark definierten System (Zurre nicht Gurre). Wenn überhaupt. Ebenso nur ein Detail über das ein Astronaut bestimmt nicht nachdenkt, wenn er im All ist. Verkehrsstrukturen erkennt man da oben nicht mehr.

    Ich komme ganz gut ohne Gott und Teufel aus, was nicht heißt, dass sie nicht in meinen Texten vorkommen. Denn als Idee sind sie ja mindestens in der Welt. Mehr noch.

    Daher danke für die Erwähnung des Details. Es passte so wunderbar. Auch wenn es Ihnen vielleicht gar nicht bewusst war. Womöglich.

    So bleibt zu sagen: Details können etwas sehr Schönes sein. Sie fordern und fördern Aufmerksamkeit.

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  4. Beckmesser schreibt:

    Gibt es das, freundliche Aliens? Nun, ich antworte Ihnen hier nach und nach und hoffe, dass sich dann formuliert, was mich aus diesem Ihrem Kommentar irgendwann aussteigen lässt:

    Ein Detail. De:tail (Kronos mit Sichel? Nicht zwangsläufig Chronos / chronisch. Obwohl das auch passen würde.).
    Als Assoziationskette ganz schön. Doch „detaglio“ ist eben der Ausschnitt, nicht das Abgeschnittene (: Glied?). Immerhin nannten die Deutschen früher Eunuchen auch die „Ausgeschnittenen“.

    Das Gesamte. In diesem Wort steckt mehr: der Same, der Samt, das Ganze
    Und weiter: das Amt, der Amtmann; Gesam, Chrysam; mühsam; Ganze, Lanze, Wanze, Schanze… usw. usw.

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    Crash
    waldein

    Es wundert mich, dass Sie Ihre Reihe nicht bei „1“ beginnen und bei „Hölzerne Torflügel“ weitergehen lassen. Die Texte schienen mir, segmentartig, aufeinander aufzubauen. Woran schreiben Sie eigentlich?

    Vom Asphalt / Weg (der große unüberschaubare geregelte Verkehr der einsamen Städter) in den Graben abkommen, ins Gras hinein (Berührung Detail), durch eine Crashsituation (willentlich / künstlich herbeigeführt), um in einen Zustand zurückzufinden, den man offenbar noch erinnert, der aber so einfach nicht mehr herbeigeführt werden kann. Schlimmer noch: Es passiert einem sonst nichts. …
    Ich lese es als Ihre Assoziation zu Cronenbergs Film. Ich habe ihn ähnlich gesehen, würde auch vermuten, dass in den immer wiederholten Unfall-Situationen samt folgender Deformation ein erinnerter Zustand zurückgeholt werden soll. Allerdings nehme ich dem Film die sexuelle Fetischisieprung nicht ab. Oder anders: Glaube, dass der Sex auch nur eine Verschiebung ist. Vaughan & Co. wollen ihre Geburt nachstellen, den ersten großen Unfall, nach dem (sagen Psychologen, und wer wollte mit ihnen streiten…) die pränatale Form der Perfektion nie wieder erreicht wird: Deformation also, das ganze Leben. In Ordnung, kann man sagen. Aber wird es damit nicht auch banal?

    KH ??? Kenne ich nur als „Kaliumhydrid“ oder „Königreich Hannover“

    Ein andauernder Haltungszustand (Käfig / Vogel), aus dem versucht wird auszubrechen. Wenig Traffic. Auch das Auto umgibt den Menschen. Anders verhält es sich schon wieder mit einem Motorrad. Schon Kinder bestehen auf ihren Verband, selbst wenn der Körper unversehrt ist. Seelische Verletzungen sind nicht weniger akut. Im Grunde sind sie brutaler. Und vom Körper nicht zu trennen.
    Das mit dem „Ausbrechen“ glaube ich eben nicht. Sie sprechen selbst das Kind an, das den Verband fordert: eben! Das Umgebensein wird gerade nicht geflohen, sondern gesucht. Die Figuren aus Crash sind Kinder oder wollen es wieder sein.

    So steckt der Teufel doch schon eher in einer Struktur, einem stark definierten System (Zurre nicht Gurre).
    Siehe oben. „Zurre“? „Gurre“? (-lieder?) Zusammenhang??? – Sehen Sie, hier biegen Sie dann wieder ab in Ihre Gedanken. Die schätze ich ja, erst recht, wenn sie sich lyrisch (ent)äußern. Aber hier, in einem Text, den ich prosaisch-verständlich wahrnehme, plötzlich: Klappe runter! Party der Bastardin. „staff only“.

    … und dann das: Details können etwas sehr Schönes sein. Sie fordern und fördern Aufmerksamkeit. Als banale Formel der Didaktik genau das Gegenteil des Kryptischen zuvor, aber eben: ins andere Extrem! Und Quatsch obendrein: Es ist die Aufmerksamkeit, die erst das Detail zutage fördert, nicht umgekehrt.

    Wie gesagt: Auf vieles kann ich in Ihrer Prosa eingehen, könnte vielleicht auch gegen manches argumentieren. Aber immer wieder kommt ein Punkt (oder mehrere), an dem Sie einfach unter sich mit sich sind. Das „fördert“ meine Leselust nicht unbedingt.

    [soweit meine Erklärung. Wenn Sie Ihnen nicht gefällt: Sie haben nachgefragt…]

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  5. rotebastardin schreibt:

    Eunuchen. Oder auch die Skopzen. „ Ausgeschnitten“, „verschnitten.“ Ich könnte ja auch ein ganz anderes Wort nehmen, das nichts mit „schneiden“ zu tun hat, z.B. eine Einzelheit, ein Teil oder, da Sie es schon erwähnten, ein Glied oder auch ein Segment … Aber wieso nicht darauf kommen? Assoziationsketten. Eben: deswegen. Darum geht´s. Assoziationen und Gedanken, Beck! Nur so kann Ihnen ein anderer Mensch (s)eine Welt aufmachen. Interesse vorausgesetzt. Aber das habe ich ja bereits erwähnt. Und wundere mich, dass Sie überhaupt geantwortet haben.

    Und so bin ich doch der Meinung, dass auch ein Detail Aufmerksamkeit fördern kann. Denken Sie an Malerei. Denken Sie ans Tierreich. Ein Federkleid mit einer auffallenden „Zeichnung“ z.B.. Aber ja, Aufmerksamkeit kann auch zuerst gegeben sein. Man kann sie sogar trainieren.

    Gesamt, Gesame, Amt, Amtsmann, Chrysanthemen, … was Ihnen einfällt, auch wenn manche Buchstaben gar nicht gegeben sind.

    Ja wunderbar!

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    Hölzerne Torflügel
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    Crash
    waldein
    Samurai-Ich
    Weiter isses noch nicht, habe momentan keinen Impuls zu schreiben, gehe einem anderen nach.

    KH: Krankenhaus. Der gegebene Kontext hätte hier weiterhelfen können. Oder ausschreiben.

    Und nein, Erwachsene sind keine Kinder. Es sind Erwachsene.

    Den Fetisch nicht abkaufen. Brauchen Sie ja nicht. Kenne auch keine Gruppe, die das so praktiziert (Rennfahrer mal ausgenommen, die ja Rennen fahren und die Ziellinie unbeschadet erreichen wollen. Autofetischisten wiederum kenne ich. Aber auch die schrotten es nicht.). So ist es auch(!) eine Metapher. Ich kann sogar schon einfach einmal eine Begegnung als Crash wahrnehmen, mit sich oder einem anderen Menschen. Passt schon, ansonsten hätte sich für den Roman (folglich die Verfilmung) nur noch, als gäbe es nichts anderes mehr, zum wiederholten wiederholten wiederholten wiederholten wiederholten Mal der Wir-spielen-das-System-mal-nach-und-durch-BDSM-Modus (BDSM: muss ich ausschreiben?) angeboten, wenn es das zum Thema hat:

    Denn sicher wird versucht auszubrechen aus einem System, um wieder, man erinnert sich, anders umfangen zu sein. Was denn sonst. Um dauerhaft losgelöst zu sein? Im Nichts? Völlige Desorientierung? Fallen fallen fallen. Jeder Säugling schon braucht, mal abgesehen vom menschlichen Körperkontakt, den Kontakt zu dem, was ihn umgibt. Wird er Ihnen mitteilen, wenn Sie ihn z.B. in die Badewanne heben und er nicht an irgendeiner Stelle seines Körpers mit dem „Becken“ Berührung hat. So würde ich mal sagen, Lebensantrieb ist da. Hat man es aber durch den Crash in den Fixateur externe geschafft, dann ist man natürlich nur von einem Käfig in den nächsten gehüpft. Wie auch immer nur ein zeitlich begrenztes Sichfallenlassen möglich ist. Und ob der Mensch nun dieses Erlebnis durch BDSM oder was auch immer hat, bleibt doch in seinem Erlebnisbereich und sein Recht auch auf diese, ich sage jetzt mal: zur Zeit und schon länger en vogue, wenn er will sogar völlig maßgeschneiderte (ob mit oder ohne Strom, Peitsche, Kanülen, Apnoe, bind´ mich irgendwie fest oder an irgendwas dran usw.) „Icherlebniskultur“ zu pochen, wenn sie einem nicht schon im Kino und durch sämtliche andere Medien diktiert wird. Hier aber wird durch das Auto diese gegenseitig aneinander vollführte Schmerz-Lust-Rollenspielhierarchie weitestgehend obsolet. So einfach, so banal. Lust empfinden, abfahrn, abficken kann man ja auf viele Weisen. Und ist ja auch in Ordnung, entscheidet jeder für sich. Aber es gibt ja noch mehr als Voraussehbares, immer wieder Durchexerziertes oder „Verschobenes“, wie Sie es bezeichnen. Der Markt überschwemmt, müsste die Staff-only-Gesellschaft doch eigentlich schon übersättigt sein davon. Sex / Sexualität ist ganz sicher mehr. Etwas sehr Umfangreiches, sehr Intimes, sich gegenseitig Zeigendes. Wenn Sie also Sex generell als etwas nur(!) „Verschobenes“ betrachten oder sich das für Sie so anfühlt, ob das nun von einem pränatalen Zustand herrührt oder ob Sie als erwachsener Mensch Erlebtes notwendigerweise pervertieren, denn genauer präzisiert haben Sie es ja nicht, wollen mit Psychologen nicht streiten obwohl Sie es dann doch banal finden, dann sind Sie ebenso:

    Staff only. Sie sind schon gar nicht so witzig. Sind Sie gerne Personal?

    Wenn Sie lieben, dann werden Sie Aufmerksamkeit haben, für jedes Detail. Und Sexualität ist dann ja vielleicht noch etwas, das man zu zweit entdecken darf. Immer wieder. Fängt schon mit den Ängsten des Anderen an, sie kennenzulernen. Sie werden doch Ihre Sexualität und die des Anderen bestimmt nicht in einer Spur erleben wollen, fixiert und durchdekliniert. Manche wollen ja: Das war die Erklärung für Zurre nicht Gurre. Auch an Lieder dürfen Sie dabei gerne denken. Wenn Sie denn welche kennen und sich getrauen zu singen. Ich singe ständig, obwohl meine Stimme nicht gerade eine Singstimme ist. Wer singt, ist nicht tot. Daher ist, um noch mal den Bogen zu spannen, absolutes Raussein entweder nur durch Suizid möglich oder durch Inkaufnahme, dass man nicht nur hart am Tod vorbeischrammt. Erst dann ist man raus! Sonst nicht. Wohl auch, um dann wieder ganz und auf ewig, es sei denn man glaubt an Wiedergeburt (aber auch das hat ja etwas mit Ewigkeit zu tun), umfangen zu sein. Ob man dann wieder im Fruchtwasser landet, kann ich Ihnen nicht sagen.

    Nichts ist banal.

    Was mich betrifft: Ich atme, ich lebe ganz gern.

    Und so habe ich doch eher Gespräche als dass ich Theorien entwerfe. Aber ganz ohne geht es ja wohl auch nicht. Verstanden habe ich Sie da bis heute nicht. Verstehe jetzt aber was Sie mit kryptisch schon einmal nicht meinten. Auch Sie in Ihrer Funktion als Beckmesser verstehe ich nicht. Und ich meine nicht die Textkorrekturen. Ebensowenig geht es darum, ob Sie mir zustimmen oder nicht.

    Hauptsache Sie verstehen. Die fruchtbarsten Gespräche waren immer offene, streitbare, die mit einer Lust an Wissen und dem Interesse an den Welten des Anderen einhergehen. Durch Scheiße lernt der Mensch auch, Beck. Aber eben durch Scheiße.

    Freundlich,

    read An

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  6. Beckmesser schreibt:

    Liebe Basta,

    sorry, ich bin raus (– bin ich damit schon suizidgefährdet?). Was haben Sie mir denn da wieder alles eingeschenkt, auf dass ich es nun verdauen soll! Sie, keinen Impuls zu schreiben?? Woher dann all die Buchstaben? Egal, ob es sich auf meine Aussagen bezieht oder nicht, ja diese nur ernst nähme. Egal, ich, die Basta, stell’s mal dazu.

    Und damit sind wir beim Problem: Assoziationsketten sind eben nicht nur, wie Sie behaupten, Mittel, mit denen „ein anderer Mensch (s)eine Welt aufmachen“ kann. Sondern sie können auch das Gegenteil sein: Ich reihe beliebig aneinander, wohin mich meine Verfassung, Stimmung und die Geistesblitze gerade führen, ohne Rücksicht darauf, ob ein anderer folgen will oder nur könnte.. Interesse, das immer wieder vor den Kopf gestoßen wird, weil ein anderer nicht aus dem seinen (Kopf) herauswill.
    So Sie hier. Was assoziieren Sie mir nicht alles dazu! Sie belehren mich über Säuglingshygiene und Wahrnehmung, über BDSM (ganz kokett, das Angebot „auszuschreiben“, gell?), gar über Liebe, Aufmerksamkeit und Sexualität. Dabei wollte ich gar nicht mir Frau Doktor Sommer sprechen, sondern vielleicht mit Ihnen über die Deutung dieses Films. Denn festzustellen, dass er „auch“ eine Metapher ist, das ist Herausmogeln. Auch ist es völlig egal, ob Sie praktizierende Symphorophile kennen oder nicht, denn es ist ja kein Dokumentarfilm, sondern ein Kunstwerk. Darum darf man sich jenseits dessen, wen man im „echten Leben“ kennt oder nicht, fragen: Was soll es bedeuten? – Und, um mich zu wiederholen und Ihre lange Abschweifung über Sex und Selbstoptimierung zu umgehen: Ich glaube nicht, dass es in dem Film um eine Paraphilie geht. Oder gar das Vaughan und seine Jünger „ausbrechen“ wollen, gar aus „der Gesellschaft“ oder was immer Sie glauben, dass es Sie oder andere einengen würde. Nochmal: Ich glaube, dass der Film uns — verschoben — zeigt, wie diese Menschen, im Gegenteil, zurück ins uranfängliche Eingehegtsein wollen. In den Leib der Mutter, indem Sie das Geburtstrauma — verschoben — immer wieder wiederholen, um es letztlich rückwärts zu überwinden. Insofern sind die Erwachsenen im Film Kinder (das Kind, das seinen Verband will, haben ja Sie aufgebracht: Also wenden Sie’s nicht gegen mich!)
    Nur vom Sex in Crash schrieb ich, nicht etwa von Sex generell (Wie könnte ich auch?).

    Und zu den Kleinigkeiten:
    1) Sie können ausschreiben oder abkürzen, was und wie Sie wollen. Nur später wundern, warum Leute aussteigen, das dürfen Sie dann nicht.
    2) Staff only: Nein, ich gehöre nicht zu Personal. Darum stehe ich ja draußen. Und sooft Sie auch bekunden, Sie würden mich doch einladen wollen, einzutreten in Ihre Gedanken: Die Einladung kommt einfach nicht.
    3) Nichts ist banal. Doch. Diese Aussage etwa. = Der berühmte Kreter, der verkündet, dass alle Kreter lügen…
    4) Ihre Funktion als Beckmesser … Funktion? Bin ich eine Maschine? Ein Programm? Ein Werkzeug? (Übertreiben Sie Ihre Crash-Assoziationen da nicht ein wenig?)
    5) Aus Scheiße lernt der Mensch. – Nicht alle. Nur Koprophile, Jäger und Mediziner.

    So, verstehen Sie mich jetzt besser, Basta? Haben Sie Interesse an „meiner Welt“ gefasst? Haben Sie auf ein paar Sätze hereingeschaut?

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  7. rotebastardin schreibt:

    R e l a x, Beck,

    Sie schlucken, was Sie schlucken möchten.

    Kokett! Das mit dem kokett. Wegen einer Auflistung? Was ist mit Ihrer Wissensauflistung: Symphorophile, Paraphilie, Koprophile? Kommen Sie jetzt besser? Ich würde sagen, Sie wissen. Darum geht es, oder?! Frau Sommer würde bei Adam und Eva beginnen. Optimiert (wie fehlerhaft?) werden z.B. Programme. Menschen sollten sich doch schon eher entwickeln dürfen, würde ich mal dagegenhalten.

    Assoziieren verboten? –Oh, Sie sind streng! (:wirklich kokett wäre jetzt Stimme und Betonung) Und wie ich bereits schrieb, im unklarsten Fall hilft fragen. Deswegen werde ich ja das Assoziieren nicht lassen. Ist nicht meine Absicht andere vor den Kopf zu stoßen. Auch belehre ich nicht. Ich gebe Gedanken weiter. Belehrend sind Sie. (Und um wirklich in mein Hirn zu kommen bräuchte ich nen Port und Sie einen Anschluss.)

    Ich schreibe zumeist aus. KH. Das wollen Sie mir jetzt vorwerfen?

    Bezug zum Film, Bezug zu Ihren Aussagen, all das war gegeben.

    Darum darf man sich jenseits dessen, wen man im “echten Leben” kennt oder nicht, fragen: Was soll es bedeuten?

    Jenseits vom „echten“ Leben. Wo bin ich da? In einem anderen Film? Und wie könnte ich dann überhaupt über etwas mit Ihnen diskutieren? Erfahrungswissen ist offenbar kein Wissen für Sie. Wissen kann man sich aneignen. Erfahrungen aber erst lassen einen Menschen auch verstehen, nachvollziehen.

    Erst war es Ihnen banal und doch sprechen Sie jetzt von einem Kunstwerk. Kein Thema, Beck, das kann ich zusammenbringen, kann zusammengehen, wenn Ihnen das reicht. Mir wäre das als einzige Lesart zu wenig, ich mute einem Kunstwerk mehr zu, entdecke mehr als nur den Wunsch nach Einhegung. Aber auch das habe ich in Sätzen benannt: Hat man es aber durch den Crash in den Fixateur externe geschafft, dann ist man natürlich nur von einem Käfig in den nächsten gehüpft. Denn es ist ja nicht so, dass man mit dem Auto einfach herausfahren kann. Außer man schafft es, weil man sich gecrasht hat. Leuchtet doch ein. Desweiteren steht es im Gedicht. Es gibt ein Bild darunter. Und ich habe es, wie Ihnen aufgefallen ist, mit dem Verband, den das Kind schon einfordert, benannt. Und ja, Vaughan ist ja mindestens von äußeren Haltesystemen angefixt! Sonst hätte man auf die externen Fixierungen verzichten können. Gibt ja auch noch interne. Das Badewannenbeispiel spricht ebenso davon. Ist aber auch ein Beispiel dafür wie man Orientierung gibt. Und Vaughan ist schon der einzige Charakter, mh?! Da sind ja wohl auch Impulse, die was mit Lebenswillen zu tun haben. Etwas, das wieder empfinden will. Dass man aber auf diesem Weg nur von Einem ins Nächste kommt und sich nichts befreit, ist schon im Gedicht benannt: „Maybe the next one. Maybe the next one.” -Hoffnung und Vergeblichkeit (: Die Beckenschaufel wieder und wieder in Erde bewegt.) in einem Satz. Denn ohne einen Lebenswillenimpuls kann man ja auch im Systemgehege bleiben und sich den ganzen Aufwand sparen oder sich, wenn das System einen nicht ausreichend dicht genug einhegt, ein dauerhaftes Exoskelett zulegen oder sich dann doch einmal einen richtigen Crash geben und gut ist. Aber so durchläuft man natürlich auch keine weiteren Traumen mehr. Und so hat es ja vielleicht auch noch was mit Isolation, Beton und dem Fehlen von Natur zu tun. Nicht weniger traumatisch als Geburtstraumen, seien es psychische oder auch körperliche. Das Thanatos als Trieb ebenso aktiv in den Zellen die schwarzen Flügel will (Auch das habe ich weiter oben schon vorauslaufen lassen.). -Ja, wer will es bestreiten?! Aber auch dafür, um ins Eingehegte zu kommen, müssen Sie ausbrechen, von der Straßen abkommen und rein in den Graben, um ordentlich verletzt zu sein. So ist es doch schon beides:

    Die Weite von vorn,
    von hinten Wärme.

    Sie kaufen dem Film die sexuelle Fetischisierung nicht ab, steht da, finden aber doch: das ist ein Kunstwerk. ??? Das bekomme ich nicht zusammen. Wo war Ihre Ausführlichkeit zu erläutern woran es liegt, dass Sie nicht abkaufen?

    Und immernoch sind es keine Kinder.

    Die Einladung braucht auch nicht zu kommen. Es reicht was da steht. Jetzt habe ich ein „Bild“ von Ihnen. Auf Aiga und Hybris gibt es niemanden der Personal ist. Und natürlich sind Sie Personal. Schlichtweg weil Sie diktieren, wie was dazustehen hat. Wieso sollte ich da weiter in Ihr Gehege schauen wollen?

    Und deshalb begrüße ich Ihr Vorhaben ab hier raus zu sein.

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