Macht die Musen los!

Wenn die Muse dir kostspielig geworden ist, weil man dir in dieser Welt keine Zeit gibt, wird sie dir vielleicht nicht einmal ihren nackten Hintern blecken. Mit einer Muse marschiert man nicht. Das ist absolut unmöglich. Was sie verlangt: ist Zeit. Und so ist es schmerzhaft in einer Welt zu leben, in der von dir erwartet wird, ohne Muse zu sein. Warum scheut man ihr Antlitz? Was vermag sie zu zeigen, das so vernichtend ist, dass man sie verbannt?

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Wer ohne Muse ist
hört, als wäre er ohne Ohrmuscheln,
berührt, ohne zu berühren,
schmeckt, als wäre er ohne Zunge,
sieht, ohne zu sehen,
spricht, als kennte er kein einziges Liebeswort.
Wer ohne Muse ist, nimmt nie wahr,
wie es leicht nur zu strömen braucht,
wie es duftet, wenn man liebt.
Wer ohne Muse ist, tanzt und tanzt doch nicht.
Wer ohne Muse ist, liebt vielleicht,
scheut aber doch den Ozean,
den Schmerz, den es auch bedeutet.
Wer aber doch ohne Muse Mensch sein kann,
mit allem, was es bedeutet,
der werfe den ersten Stein nach mir.
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